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Pressemeldungen - 2020

Langenhagen eröffnet Schwimm-Sport-Saison in öffentlichen Badeseen am 23. Mai

DLRG nimmt Wachdienst auf, Corona-Regeln sind unbedingt einzuhalten

In Langenhagener Badeseen kann ab Samstag, den 23. Mai zu sportlichen Zwecken geschwommen werden. „Besonders in Corona-Zeiten ist jegliche Form von sportlicher Bewegung im Freien gut für uns alle“, begründet Bürgermeister Mirko Heuer die Entscheidung. Weiterhin verboten bleibt das Baden als freizeitliche Betätigung, deshalb konnte die Badesaison auch nicht wie üblich eröffnet werden. Die Stadt weist darauf hin, dass Schwimm- und Spaßbäder, sowie öffentliche Freibäder geschlossen bleiben und das Schwimmen in Badeseen nur erlaubt ist, wenn es schwerpunktmäßig als sportliche/körperliche Betätigung angesehen werden kann. „Plantschen im Uferbereich oder Ball spielen im Wasser bleibt deshalb verboten“, sagt Boris Ehrhardt, Leiter des städtischen Ordnungsamtes. Um den Sportschwimmern die Grenze zwischen Nicht- und Schwimmerbereich kenntlich zu machen, haben Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs am Donnerstagmorgen im Silbersee eine Schwimmkette ausgebracht.

Bei entsprechendem Wetter übernehmen dann die Freiwilligen der DLRG ab Samstag, den 23. Mai am Silbersee und am Waldsee den Wachdienst für die Sportler. Bei den Dienstplänen müssen in diesem Jahr ganz neue Maßstäbe angesetzt werden: „Ich versuche Teams mit Rettern zu bilden, die privat sowieso schon Zeit miteinander verbringen um meine Mitglieder vor potentieller Ansteckung zu schützen“, sagt Torsten Semmler, 1. Vorsitzender der DLRG Langenhagen. Am Silbersee fallen Corona-bedingt die Wachdienste unter der Woche weg; am Wochenende sind die Retter von 11 bis 18 Uhr vor Ort. Der Waldsee wird in Abhängigkeit von einsatzbereiten Mitgliedern bewacht.

Zur Frage, ob Badeteiche eine mögliche Infektionsquelle für die Übertragung des Coronavirus sind, verweist Ursula Schneider, städtische Leiterin des Bereichs Stadtgrün, auf eine Stellungnahme des Umweltbundesamtes. Danach geht von Badeseen, im Vergleich zu konventionell aufbereiteten Bädern grundsätzlich ein höheres Infektionsrisiko aus, da ihr Wasser nicht desinfiziert wird. Schneider betont aber, dass das Umweltbundesamt zum Ergebnis kommt, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg für SARS-CoV-2 darstellt.

Dennoch ist es Ehrhardt wichtig zu betonen: „Auch an unseren Badeseen gelten alle Corona-Regeln der aktuellen Verordnung, beim Sport ist deshalb ein Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten.“ Zudem dürfen sich nur Mitglieder zweier Hausstände gleichzeitig treffen; Picknick, Gruppenbildung und Grillen bleiben verboten. Die aktuellen Vorschriften und Kontaktbeschränkungen beziehen sich sowohl auf Ufer- als auch auf die Wasserbereiche. Außerdem gelten für die Toiletten, Kioske und Spielplätze die gleichen Regeln wie für vergleichbare Einrichtungen an anderen Orten. Die Einhaltung der Regeln wird von Mitarbeitenden des städtischen Ordnungsamtes kontrolliert.

Nicht zuletzt weist Ehrhardt auf aktualisierte Warnschilder am Silbersee hin. Sie warnen vor der Berührung von bernsteinähnlichen Funden, bei denen es sich um Phosphor handeln kann. Phosphor entzündet sich bei Luftkontakt nach kurzer Zeit von selbst und kann zu schweren Verbrennungen führen. Eventuelle Fundstücke sind eine Folge der beiden Weltkriege, von denen auch Langenhagen nicht verschont geblieben ist. Zwar hat die Stadt, zuletzt in den Jahren 2015 und 2016, große Teile der Ufer- und Flachwasserbereiche gründlich auf Kampfmittel sondieren lassen und viele Tonnen Kriegsaltlasten geräumt. Trotzdem ist aber leider nicht auszuschließen, dass vereinzelt Phosphorreste an den Strand bzw. an das Ufer gelangen können. Die Stadt fordert deshalb alle Besucher auf, die Verhaltenshinweise auf den Warnschildern zu beachten und bei Funden die 110 oder 112 anzurufen.

 

 

Langenhagen, 15.05.2020

 

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