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Pressemeldung

Lärmaktionsplan
Vorstellung der Ergebnisse am 2. Dezember 2010 im Verkehrs- und Feuerschutzausschuss

Nachts leiden in Langenhagen über 3.000 Personen unter potentiell gesundheitsgefährdendem Straßenverkehrslärm. Diese Kennzahl ist eines der Ergebnisse aus der Lärmkartierung, die im Auftrag der Stadt Langenhagen für das überörtliche und verdichtete Straßennetz im Stadtgebiet durchgeführt wurde.

Dabei hat die Stadt über die Anforderungen der EU in Brüssel hinaus agiert. Gemäß der Europäischen Umgebungslärmrichtlinie sind Lärmkarten nämlich nur für das Hauptverkehrsstraßennetz zu erstellen. Die Bewertung der nächtlichen Betroffenheiten erfolgte anhand des gesundheitsrelevanten Schwellenwertes von 55 dB(A). Auf Basis von Lärmkarten wurden auch die Lärmbelastungen im Schienen- und Flugverkehr ermittelt. So sind nachts 4.800 Personen vom Schienenverkehrslärm und 1.100 vom Flugverkehrslärm über 55 dB(A) betroffen. Darüber hinaus wurde die Bevölkerung befragt. Die Auswertung der mehr als 700 Hinweise ergab, dass sich ein Großteil der Bevölkerung primär von der A 2 und der Bothfelder Straße betroffen fühlt. Der Fluglärm und der schienengebundene Lärm werden nach Einschätzung der Bürgerinnen und Bürger eher sekundär wahrgenommen.

Nach fast zweijähriger Arbeit wird das Gutachterbüro LKArgus mit dem Entwurf des Lärmaktionsplanes am Donnerstag den 2. Dezember 2010 in einer gemeinsamen öffentlichen Sitzung des Verkehrs- und Feuerschutzausschusses und der Ortsräte geeignete Maßnahmen für die Vermeidung und Verringerung der Belastungen vorstellen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Die Empfehlungen resultieren auch aus Maßnahmenempfehlungen der parallel durchgeführten Verkehrsentwicklungsplanung, deren akustische Wirkung rechnerisch geprüft wurde.

Bezogen auf die akustische Gesamtsituation der Stadt werden von dem beauftragten Büro LKArgus beispielsweise folgende Maßnahmen zur Umsetzung empfohlen, die allerdings nicht alle in die Zuständigkeit der Stadt fallen:

  • Einführung einer nächtlichen Geschwindigkeitsreduzierung auf der A 2 auf 100 km/h (22-6 Uhr)
  • Tempo 30 nachts (22-6 Uhr) auf verschiedenen Straßenabschnitten
  • Bau einer Südumfahrung für den Ortsteil Schulenburg in Verbindung mit einem Rückbau der Langenhagener Straße im Bereich der BAB 352
  • Anpassung der LSA-Steuerung an den Knotenpunkten Langenforther Platz und Langenhagener Straße / Hannoversche Straße

Diese und weitere Maßnahmen werden im Aktionsplan näher erläutert. Da die Kommune verpflichtet ist, mindestens alle fünf Jahre die Lärmkarten und den Aktionsplan zu überprüfen, werden die lärmmindernden Maßnahmen gegebenenfalls fortlaufend ergänzt.

 

 

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