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Zwei 1. Plätze beim Wettbewerb »Anbau und Sanierung Rathaus Langenhagen«

12.03.2020, 14:00 Uhr

Zwei 1. Plätze beim Wettbewerb »Anbau und Sanierung Rathaus Langenhagen«

Preisgericht tagte am 10. März / Alle Entwürfe sind bis 25. März im Rathaus ausgestellt

Bürgermeister Mirko Heuer (re.) und Stadtbaurat Carsten Hettwer (li.) mit den Modellen der beiden erstplatzierten Entwürfe für den Anbau und die Sanierung des Rathaus Langenhagen. Amandus Samsøe Sattler (Mi.) war ebenfalls Mitglied im Preisgericht.

Das Preisgericht im Architektenwettbewerb „Anbau und Sanierung Rathaus Langenhagen“ hat am Dienstag, 10. März, den ersten Platz gleich zweimal vergeben: an „kellner schleich wunderling architekten stadtplaner“ aus Hannover und an „Schenker Salvi Weber Architekten ZT“ aus Wien. Beide Entwürfe hätten die Mitglieder des Preisgerichts gleichermaßen überzeugt, berichtete Bürgermeister Mirko Heuer. Der eine wirke mit großen Fensterfronten moderner, der andere setze mehr auf Gleichklang.

Die "kellner schleich wunderlich architekten stadtplaner" aus Hannover legten bei ihrem Entwurf Wert auf Gleichklang. Ratssaal, Foyer und Cafeteria haben sie so angeordnet, dass sie als als eingeständiger Bereich nutzbar sind - das Preisgericht vergab dafür einen ersten Preis.

„Besonders bei dem Entwurf aus Hannover ist etwa, dass im Neubau der Ratssaal, das Foyer und die Cafeteria so angeordnet sind, dass sie zusammen als eigenständiger, großer Bereich genutzt werden könnten.“ Für ihn ist an der östlichen Seite des Gebäudes, in Richtung Schönefelder Straße ein neuer Eingang vorgesehen. Es entstehe so eine durchgängige Achse zum „alten“ Eingang, der etwas versetzt, weiterhin in den Rathaus-Innenhof führt.

Die "Schenker Salvi Weber Architekten" aus Wien setzen bei ihrem Entwurf unter anderem auf große Fensterfronten und einer zweigeschossigen Schneise zwischen Alt- und Neubauteil - das Preisgericht vergab dafür einen ersten Preis.

Der Entwurf aus Wien sieht weitere Eingänge zur Konrad-Adenauer-Straße und zum Handelshof vor. Im Schnittpunkt der beiden Achsen befindet sich ein zweigeschossiger Eingangsbereich mit einer großen Freitreppe, deren Stufen auch als Sitzgelegenheit genutzt werden könnten. Dadurch werden Alt- und Neubau miteinander verbunden, ohne dass sie unmittelbar aneinandergrenzen – was aufgelockerter wirke.

Für den Entwurf von "gernot schulz : architektur" aus Köln vergab das Preisgericht den 3. Preis.

„Beide Entwürfe haben ihre Vorteile und durchaus auch ihre Nachteile“, räumt der Bürgermeister ein. Bei letzteren können die Architekten der beiden erstplatzierten Entwürfe ebenso wie die des drittplatzierten von „gernot schulz : architektur“ aus Köln nun nachbessern. Dazu haben sie Gelegenheit in dem des Wettbewerbs angeschlossenen VgV-Verfahren. Dabei müssen sie unter anderem darlegen, dass und zu welchen Konditionen ihre Entwürfe realisierbar sind, erläuterte Stadtbaurat Carsten Hettwer. „Wir können den Architekten durchaus die eine und andere Aufgaben mitgeben.“

Für ihren Entwurf, der einen mehrgeschossigen Neubau vorsieht, erhielt das Büro "aichner kazzer architekten" aus München einen Anerkennungspreis.

Etwa acht Stunden hatte die Fachjury aus Vertretern von Stadtverwaltung, Politik und externen Fachleuten aus den Bereichen Architektur alle eingereichten Beiträge unter die Lupe genommen, die Schwächen und Stärken der einzelnen Entwürfe abgewogen. Alle sahen keinen Erhalt des Ratstrakts, sondern planten diesen Bereich für den Neubau ein. Unter dem gesamten neuen Gebäudeteil gibt es bei allen eine Tiefgarage; einige Parkplätze sollten ebenerdig belassen werden. Das hätte ebenso zu den Vorgaben für die Wettbewerbsteilnehmern gehört wie solche zum Energiebedarf oder zum Flächen-Raum-Verhältnis, so Hettwer.

Ausstellung bis zum 25. März

Alle Entwürfe und Modelle sind bis zu Mittwoch, 25. März, im Ratssaal ausgestellt. Dort sind sie zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen – montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr sowie in der geraden Kalenderwoche auch sonnabends von 9 bis 12 Uhr.

So geht's weiter

Das nachgeschaltete VGV-Verfahren inklusive der Vertrags- und Preisverhandlungen dauern in der Regel etwa ein Vierteljahr.