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Neue Bahnhofstraße nimmt immer mehr Gestalt an

28.08.2020, 17:00 Uhr

Freigabe des Abschnitts von Walsroder bis kurz vor Fröbelstraße Anfang September

Es fehlen lediglich noch einige Restarbeiten im östlichen Teil der Bahnhofstraße. Anfang September soll er freigegeben werden.

Die neue Bahnhofstraße nimmt immer mehr Gestalt an. Im Abschnitt von Walsroder Straße bis Höhe Hausnummer 5 ist das Ergebnis der grundlegenden Umgestaltung bereits gut zu erkennen: Die neuen Gehwege sind mit hellgrauen Pflastersteinen sowie Aufmerksamkeitsstreifen hergestellt. Diese dunkelgrauen Bänder helfen Menschen mit Seheinschränkungen, den Bereich des Gehwegs besser zu erkennen. Erste Pflanzinseln sind angelegt und bieten Raum für Staudenbepflanzung. Vorgesehen ist zudem die Anpflanzung von drei neuen Straßenbäumen.

Christine Söhlke, Carsten Hettwer und Andreas Kästner (v. re.) überzeugen sich vor Ort von dem Baufortschritt der Umgestaltung der Bahnhofstraße.

„Man sieht es jetzt schon: Die Umgestaltung der Bahnhofstraße ist eines der Leuchtturmprojekte, die wir dank der Unterstützung von Land und Bund realisieren können“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer, als er sich gemeinsam mit Christine Söhlke vom Bereich Sanierungsplanung und Bauüberwacher Andreas Kästner vor Ort vom Baufortschritt überzeugte. Anfang September sind die Arbeiten im ersten Teil abgeschlossen. Er wird dann insbesondere für Anwohnerinnen und Anwohner freigegeben. 

Auf halber Strecke der Bahnhofstraße wird derzeit am Regenwasserkanal gearbeitet.

Eine Sackgasse bleibt die Bahnhofstraße indes noch bis Ende des Jahres. Auf halber Strecke der etwa 280 Meter langen Straße wird derzeit am Regenwasserkanal gearbeitet. Diese Leistung war bereits Bestandteil der Ausschreibung, hat aber aufgrund einer Vielzahl von Einbauten im Untergrund mit zum Teil unbekannter Lage zu Verzögerungen geführt. Die Arbeiten am Kanal im zweiten Bauabschnitt haben weniger Verzögerungen verursacht, so dass diese laut Aussagen der Baufirma bereits bis Mitte September abgeschlossen sein werden. Daran schließt dann der Straßenbau an, welcher in ähnlicher Abfolge, wie schon im ersten Bauabschnitt durchgeführt wird.

Ebenso wie die baulichen Begebenheiten flossen auch Anregungen etwa aus dem Sanierungsbeirat „Walsroder Straße / Kernstadt Nord“ in die Planungen ein. „Die ursprüngliche Planung sah Schrägparkplätze vor. Der Sanierungsbeirat hat die Anordnung von Senkrechtparkplätzen empfohlen. Nach einer Prüfung der Entwurfsplanung konnte diesem Vorschlag entsprochen werden“, berichtet Söhlke. Nach Abschluss der Arbeiten erhöht sich die Zahl der Stellplätze übrigens um zwei auf insgesamt 60.

Vor der Sanierung wies die alte Fahrbahn verschiedene Schäden auf.

Die neuangeordneten Parkplätze und auch der geänderte Straßenverlauf haben eine zentrale Funktion in der neuen Bahnhofstraße. Sie dienen als gestalterisches Element und zur Entschleunigung des Verkehrs. „Etwa in halber Höhe ändert sich die Aufteilung des Straßenraums. Die Fahrbahn und die Parkplätze wechseln quasi auf die jeweils andere Seite“, erklärt Bauüberwacher Kästner.

„Zudem öffnen wir so die Achse zum Bahnhofsplatz. Und der ist nach der Umgestaltung mithilfe des Förderprogramms richtig toll geworden“, ergänzt Hettwer. Um den Bereich rund um die Walsroder Straße weiter aufzuwerten, investieren Bund, Land und Stadt jeweils zu einem Drittel insgesamt etwa eine Millionen Euro in die neue Bahnhofstraße.