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Flächennutzungsplan 2025

Im März 2008 hat der Rat der Stadt Langenhagen beschlossen, den Flächennutzungsplan für das gesamte Stadtgebiet Langenhagens neu aufzustellen. Die Kommunen sind zwar nicht zu einer Neuaufstellung verpflichtet, aber die dynamische Entwicklung Langenhagens erfordert ein grundsätzliches Überdenken der Stadtentwicklung. Der demographische Wandel und die wirtschaftliche Entwicklung wirken sich auf die Flächeninanspruchnahme aus. Wichtiges Ziel im Flächennutzungsplan ist die Innen- vor Außenentwicklung. Demzufolge soll die Neuausweisung von Wirtschafts- und Wohnflächen vorwiegend in zentralen Lagen erfolgen.

Was ist ein Flächennutzungsplan?

Der Flächennutzungsplan – auch kurz F-Plan oder FNP genannt - ist ein vorbereitender Bauleitplan, der behördenverbindliche Ziele für die städtebauliche Ordnung für mindestens zehn bis 15 Jahre darstellt.

Die Darstellungen beziehen sich auf die Art und zum Teil auch das Maß der Nutzungen für die Daseinsvorsorge. Das heißt es werden u.a. Flächen für Wohnen und Arbeitsstätten, Grünflächen für die Erholung, Forst- und Landwirtschaftsflächen, Flächen für die soziale und technische Infrastruktur sowie wichtige Verkehrstrassen dargestellt. Der Flächennutzungsplan muss auch Darstellungen übernehmen, die in anderen Fachplanungen festgelegt wurden, wie zum Beispiel den Siedlungsbeschränkungsbereich, Trinkwasserschutzgebiete, Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Gebieten mit Altlasten und Flächen für den Bahn- und Luftverkehr.
Aus den Darstellungen des Flächennutzungsplans werden, wenn es die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erfordert, die Bebauungspläne abgeleitet. Gibt es noch keine F-Plan-Darstellung für eine erforderliche städtebauliche Neuordnung, dann kann in einem Parallelverfahren der Flächennutzungsplan im entsprechenden Teilbereich geändert und gleichzeitig der Bebauungsplan aufgestellt werden.
Der Flächennutzungsplan ist nicht rechtsverbindlich, d.h. die Bürgerinnen und Bürger können nicht auf ein Baurecht bestehen – auch nicht durch Vertrag.

Verfahren – wie wird der Flächennutzungsplan aufgestellt?

Die Verfahrensweise ist in den §§ 2-4 des Baugesetzbuches (BauGB) geregelt. Hat der Rat der Stadt beschlossen, einen Flächennutzungsplan neu aufzustellen, ist dieser so genannte Aufstellungsbeschluss ortsüblich bekannt zu machen. Diese Formalie ist beispielsweise für die Anwendung kommunaler Vorkaufsrechte von Wohnbauflächen notwendig. Nach einer Bestandsaufnahme und -analyse können i.d.R. die ersten städtebaulichen Zielsetzungen abgeleitet werden.

Auf dieser Grundlage werden die Behörden und die Öffentlichkeit in einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung über die Ziele und Zwecke sowie Auswirkungen der Planungen informiert. Hier haben sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Behörden die Möglichkeit Anregungen und Hinweise zu den Planungen und möglichen Umweltauswirkungen zu geben. Diese öffentlichen Belange werden in den Flächennutzungsplan eingearbeitet.

Parallel wird ein Umweltbericht erstellt, der die Ergebnisse aus der Umweltprüfung - die Wechselwirkungen zwischen den geplanten Maßnahmen und den Schutzgütern sowie untereinander untersucht – zusammenfassend darstellt. Schutzgüter sind Mensch, Tier, Pflanze, Boden, Klima, Wasser, Luft, Landschaft sowie auch Kultur- und Sachgüter. Sind die Schutzgüter von einer geplanten Maßnahme derart beeinträchtigt, dass kein Ausgleich oder Ersatz stattfinden kann und liegt kein wesentlicher Grund zum Wohl der Allgemeinheit vor, ist es möglich, dass die betroffene Planungsmaßnahme nicht im Flächennutzungsplan dargestellt wird.

In einer weiteren Beteiligung der Öffentlichkeit wird der Flächennutzungsplan samt Umweltbericht für die Dauer von einem Monat öffentlich ausgelegt. Die Auslegung muss vom Rat der Stadt beschlossen werden. Der Auslegungsbeschluss wird mit Informationen zum Auslegungsort und -zeitraum mindestens eine Woche vorher ortsüblich bekannt gemacht. In Langenhagen wird die Bekanntmachung in der Zeitung und im Internet rechtzeitig veröffentlicht. Mit Beginn der Beteiligung haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit innerhalb eines Monats ihre Bedenken und Hinweise schriftlich zu äußern.

Parallel läuft die Behördenbeteiligung. Den Behörden wird Flächennutzungsplan und Umweltbericht zugeschickt und ebenso eine Frist von einem Monat für ihre Stellungnahme gegeben. Ist die Frist abgelaufen, werden i.d.R. keine Stellungnahmen von der Öffentlichkeit und den Behörden mehr angenommen.

Sind die Ergebnisse aus der zweiten Beteiligung in den Flächennutzungsplan eingearbeitet, wird dieser samt Stellungnahmen und Umweltbericht der Politik abschließend zum Beschluss - auch Feststellungsbeschluss genannt - vorgelegt.

Danach muss die Region Hannover als höhere Verwaltungsbehörde den Flächennutzungsplan genehmigen. Die Region Hannover überprüft den Flächennutzungsplan, den Umweltbericht und auch Stellungnahmen die nicht in den Flächennutzungsplan eingegangen sind. Die Genehmigungsfrist beträgt drei Monate. Hat sich die Genehmigungsbehörde in diesem Zeitraum nicht bei der Stadt gemeldet, ist der F-Plan automatisch genehmigt. Die Genehmigung wird als letzter formeller Schritt in diesem F-Plan-Verfahren öffentlich bekannt gemacht und der Flächennutzungsplan ist damit wirksam.

Ihre Ansprechpartnerin für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans

Sandy Löbermann
61 - Stadtplanung und Geoinformation
Stadtplanung | Neuaufstellung F-Plan
Marktplatz 1
30853 Langenhagen
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