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GlIEM - Ganz Langenhagen ist ein Museum

Langenhagen - Heil- und Pflegeanstalt

 

Hauptgebäude der Heil- und Pflegeanstalt um 1895
© Stadtarchiv Langenhagen 


Am 2. Januar 1862 wurde in den Gebäuden des ehemaligen Amtshofes die „Erziehungs- und Pflegeanstalt für geistesschwache und blödsinnige Kinder“ eröffnet. Ab September
1866 praktizierte hier Robert Koch (Nobelpreisträger) als junger Assistenzarzt und betrieb gleichzeitig in Langenhagen eine Landarztpraxis.

Klinikgebäude der »Provinzial Heil- und Pflegeanstalt« um 1930

1897 wird aus der Stiftung die „Provinzial Heil- und Pflegeanstalt“. Die Anfang des 20. Jh. errichteten Neubauten boten modernsten Stand an Hygiene und therapeutischer Betreuung. Die Gebäude erhielten Veranden, die den Patienten Aufenthalt in Licht und Sonne ermöglichten. Umfangreiche Ländereien (Gesamtgelände 1935 ca. 800 Morgen) und Eigenbetriebe waren Grundlage für Arbeitstherapien in Landwirtschaft und Werkstätten. Park- und Grünanlagen wurden von einem Schüler des Landschaftsgestalters Lenné geplant und ausgeführt. Das Anstaltsgelände trennte die Dörfer Langenhagen und Langenforth und behinderte das Zusammenwachsen.

1938 wurde die Einrichtung von der Stadt Hannover übernommen und in ein Alten- und Pflegeheim umgewandelt. Im II. Weltkrieg starben bei Bombenangriffen viele Patienten; die
Gebäudesubstanz wurde stark beschädigt. Ab 1966 wurden im Rahmen eines Geländetausches Parkflächen und mehrere Gebäude von der Stadt Langenhagen erworben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute bestehen in diesem weitflächigen Areal des Eichenparks Einrichtungen der Stadt Langenhagen, ein Altenzentrum der Stadt Hannover und mehrere Kliniken der Region Hannover.

 

Standort der Tafel

Stadtparkallee, 30853 Langenhagen
52.445338,9.741665

(Stand 2012)

 

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