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Bauprojekte der Stadt Langenhagen

Haus der Jugend - Erstellung des Nordtraktes

Richtfest am Haus der Jugend: Nordtrakt sprichwörtlich die Krone aufgesetzt

Stadt feierte mit geladenen Gästen Meilenstein für den Neubau am Langenforther Platz

Hoch über den Köpfen seiner Zuhörer sagte Zimmermann Heinrich Könecke auf einem der Dachbalken den Richtspruch auf.

Die Außenmauer und die Dachkonstruktion für den neuen Nordtrakt stehen. Es war Zeit, Richtfest zu feiern. Zu dieser wichtigen Bau-Etappe hatte die Stadt Langenhagen am Donnerstag, 21. Februar, ins Haus der Jugend am Langenforther Platz eingeladen. Die wichtigsten Gäste unter den gut 50 Anwesenden: die Zimmerleute und Handwerker: "Ihnen gilt unser Dank", sagte Monika Gotzes-Karrasch. Die erste Stadträtin Langenhagen hielt eine kurze Rede, bevor Zimmermann Heinrich Könecke den Richtspruch sprach. Nach dem traditionellen Teil des Richtfestes konnten die geladenen Gäste aus Politik, Institutionen und Verbänden sowie Freunde und Förderer der Langenhagener Jugendarbeit den Neubau auf eigene Faust erkunden.

Die Zuhörer schauten nach oben, um den Zimmermann durch die Dachbalken beim Aufsagen des Richtspruchs sehen zu können.

„Mir gefällt, was ich sehe“, sagte Gotzes-Karrasch. „Es ist jetzt schon gut zu erkennen, dass der Jugendtreff im Erdgeschoss einen tollen Raum mit Zugang zur Terrasse im Innenhof erhalten wird. Die Bereiche für das Internet-Café und das Tonstudio im Obergeschoss sowie der große Raum inklusive Terrasse im Dachgeschoss sehen ebenfalls sehr vielversprechend aus.“

Im Sommer 2019 ist das funktionale und helle Gebäude an der Godshorner Straße bezugsfertig. Es nimmt seit dem Spatenstich im Mai 2018 kontinuierlich Gestalt an. Wie der zuständige Diplom-Ingenieur Hanno Hahn erläutert, wurde für den Nordtrakt eine Grundfläche von etwa 225 Quadratmeter ummauert. „Mit dem Neubau vergrößern wir die Fläche vom Haus der Jugend um weitere 550 Quadratmeter auf insgesamt über 1850 Quadratmeter“, berichtet der Mitarbeiter im städtischen Hochbau.

In dem knapp 100 Quadratmeter großen Raum im Erdgeschoss des Nordtrakt-Neubaus war ein reichhaltiges Buffet für die Handwerker und Zimmerleute sowie die geladenen Gäste aufgebaut.

Ein Highlight des neuen Nordtrakts wird der etwa 100 Quadratmeter große und vier Meter hohe Jugendtreff-Raum im Erdgeschoss. Er erhält diese Höhe, damit die beiden darüber liegenden Geschosse mit denen vom Mitteltrakt abschließen können. „Der Übergang zwischen den beiden Gebäudeteilen ist damit barrierefrei“, sagte Bürgermeister Mirko Heuer. „Die Wegebeziehungen zu verbessern und das Gebäude den heutigen energetischen und bautechnischen Standards anzupassen: Das waren wesentliche Aspekte, auf die die Sanierung dieses historischen Hauses abzielten.“

Der Projektverantwortliche Hanno Hahn (re.) erläutert einem Richtfest-Besucher die Raumaufteilung im Neubau des Nordtrakts.


Den 1936/37 errichteten und zunächst als Rathaus genutzten Mitteltrakt sowie den südlichen Anbau aus dem Jahr 1953 hat die Stadt bereits aufwendig saniert. Dieses war bei dem 1959 gebauten Nordtrakt nicht mehr möglich.

Politik und Verwaltung entschieden sich daher für einen Neubau, bei dessen Planung die Wünsche der Nutzer und Nutzerinnen ebenso beachtet wurden wie die Bedingungen am Langenforther Platz. Der neue Nordtrakt wird etwas von der Kante der Godshorner Straße abgerückt. Der Bürgersteig kann dann wieder in seiner vollen Breite genutzt werden. Der Neubau wird schmaler und auch länger als das alte Gebäude, wodurch er den Hinterhof besser von den Geräuschen der stark befahrenen Godshorner Straße abschirmen wird.

Im Dachgeschoss entsteht im Neubau des Nordtrakts ein großer Raum mit einem kleinen Balkon an der Seite zum Innenhof sowie einer Terrasse in Richtung Langenforther Platz.

Etwa 2 Millionen wird der Ersatzneubau des im vergangenen Dezember abgerissenen Trakts kosten. Gut 800.000 Euro davon bezuschusst der Bund aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“. Auch dank dieser Förderung konnten verschiedene Besonderheiten des Entwurfes umgesetzt werden.

Zu ihnen zählen die Verwendung von hochdämmenden Hochlochziegeln und dunkelgrauen Dachziegel anstatt von roten, gewölbten Ziegel. Der Heizbedarf des gesamten Gebäude-Ensembles wird durch modernste Wärmepumpen-Technik gedeckt.

 

 

Neubau des Nordtrakts gewinnt an Höhe

Spatenstich für den Nordtrakt

 

 

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