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Stadtplanung & Bürgerbeteiligung

Lärmaktionsplan Langenhagen

Nach drei Jahren intensiver Beschäftigung mit der Lärmthematik in Langenhagen ist der Lärmaktionsplan (DS 2010/272-001) am 27. Februar 2012 vom Rat der Stadt Langenhagen beschlossen worden.

Die Stadt Langenhagen dankt jeder Bürgerin und jedem Bürger für die zahlreichen Hinweise, die zum Lärmaktionsplan eingegangen sind.

Warum ein Lärmaktionsplan?

Am 25. Juni 2002 wurde die europäische Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm erlassen, deren Inhalte in das deutsche Bundes-Immissionsschutzgesetz übernommen wurden. In der Folge ist heute in vielen Gemeinden das Aufstellen eines Aktionsplanes zur Lärmminderung eine gesetzliche Pflichtaufgabe. So auch für die Stadt Langenhagen. Ziel ist es, auf Basis von Lärmkarten Bereiche zu identifizieren, in denen potenziell gesundheitsgefährdende Lärmbelastungen vorhanden sind und geeignete Maßnahmen zu entwerfen, um diese Belastungen zu vermeiden oder zu verringern. Um die im Lärmaktionsplan erforderlichen Aufgaben erfüllen zu können (gesetzlich geforderte Lärmkarten erstellen, auswerten und Maßnahmen ableiten), hat die Stadt Langenhagen das Büro LK.Argus beauftragt.

Lärmpegel in Langenhagen

Durch Straßenverkehrslärmpegel im potenziell gesundheitsgefährdenden Bereich (LDEN > 65 dB(A) und LNight > 55 dB(A)) sind in Langenhagen am Gesamttag 2.000 Personen und nachts 3.100 Personen betroffen. Für den Schienenverkehrslärm liegen die Betroffenheiten in diesem Bereich bei 1.400 Personen am Gesamttag und 4.800 Personen in der Nacht. Der Flugverkehr verursacht 300 Betroffene am Gesamttag und 1.100 Betroffene nachts, die Pegeln über LDEN > 65 dB(A) bzw. LNight > 55 dB(A) ausgesetzt sind.

Maßnahmen zur Lärmreduzierung

In den vorliegenden Lärmaktionsplan fließen Maßnahmenempfehlungen der parallel durchgeführten Verkehrsentwicklungsplanung ein, deren akustische Wirkung ebenfalls rechnerisch geprüft wurde. Bezogen auf die akustische Gesamtsituation der Stadt sind von LK.Argus folgende Maßnahmen zur Umsetzung empfohlen worden:

  • Einführung einer nächtlichen Geschwindigkeitsreduzierung auf der A 2 auf 100 km/h (22-6 Uhr).
  • Tempo 30 nachts (22-6 Uhr) in den Abschnitten Walsroder Straße im Abschnitt Niedersachsenstraße bis Reuterdamm, Godshorner Straße im Abschnitt Langenforther Platz bis Straßburger Platz, Theodor-Heuss-Straße im Abschnitt nördlich der Robert-Koch-Straße, Langenhagener Straße in der Ortsdurchfahrt Schulenburg und Hannoversche Straße im Abschnitt Weidenstraße bis Berliner Allee.
  • Prüfen des Einsatzes lärmarmer Antriebe und Reifen bei der ÖPNV-Fahrzeugflotte
  • Ausbau des Straßenzuges Am Pferdemarkt
  • Umgestaltung des Knotenpunkts Wagenzeller Straße / Evershorster Straße / Hein- rich-Hagemann-Allee zum Kreisverkehrsplatz in Kombination mit einem Rückbau des Knotenpunkts Wagenzeller Straße / Walsroder Straße.
  • Bau einer Südumfahrung für den Ortsteil Schulenburg in Verbindung mit einem Rückbau der Langenhagener Straße im Bereich der A 352
  • Anpassung der LSA-Steuerung an den Knotenpunkten Langenforther Platz und Langenhagener Straße / Hannoversche Straße
  • Für die B522 plant die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr derzeit eine Fahrbahnsanierung. Daher werden im Lärmaktionsplan keine weiteren Hinweise zu diesem Straßenabschnitt gegeben.

Die Wirkung von Maßnahmen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs sowie des ÖPNV lässt sich nur schwer in Dezibel ausdrücken. Da diese Maßnahmen jedoch langfristig eine umweltfreundliche und lärmarme Alternative zur Kfz-Nutzung sind, ist ihnen eine hohe Priorität einzuräumen und sie sind kontinuierlich umzusetzen. Bei der weiteren Stadtplanung sollte die Trasse für eine mögliche Verlängerung der Stadtbahn bis zur Pferderennbahn freigehalten werden.

Die Bekämpfung des Flug- und Schienenverkehrslärms ist für die Stadt schwieriger als beim Straßenverkehr, da der Betrieb und die Anlagen beider Verkehrsträger nicht in die kommunale Zuständigkeit fallen. Somit bleibt der Stadt v.a. die Möglichkeit des gezielten Engagements in der Fluglärmschutzkommission bzw. das Gespräch mit der DB AG.

Ziel der Lärmaktionsplanung ist zudem nicht nur die Entwicklung von lärmmindernden Maßnahmen in lauten Bereichen, sondern auch der vorsorgende Schutz von bislang ruhigen Gebieten. Deshalb hat das Büro LK.Argus für den Stadtpark, den Kananoher Forst / Bissendorfer Moor, das Landschaftsschutzgebiet (LSG) Ellernbruch und für Teile des LSG Wietzetal eine Ausweisung als Ruhige Gebiete empfohlen. Außerdem sollten die Bereiche des LSG Wietzeaue, der Wietzepark und die Ackerflächen zwischen Godshorn und Schulenburger Mühle als schützenswerte innerstädtische Erholungsflächen ausgewiesen werden, um auch hier eine Zunahme der Lärmpegel zu verhindern.

Der Beschluss des Lärmaktionsplanes am 27. Februar 2012 geht mit der interfraktionellen Änderungsdrucksache 2010/272-002 der SPD und B’90/Die Grünen einher. Der Lärmaktionsplan wird entsprechend um folgende Punkte ergänzt:

  • Bau von Lärmschutzwänden entlang der Eisenbahnstrecke im Bereich des Bebauungsplans 558a Weiherfeld.
  • Geschwindigkeitsreduzierung auf der Eisenbahnstrecke Celle – Hannover oder wirkungsgleiche Maßnahmen durch die Deutsche Bahn.
  • Verringerung der Nachtflüge durch Verlagerung in die Tagesstunden sowie Veränderung des Typenmixes durch stärker lärmbezogene Staffelung der Start- und Landeentgelte oder wirkungsgleiche Maßnahmen durch die Fluggesellschaft.
  • Fahrbahnsanierung der B 522 im Bereich südlich Auffahrt Vinnhorster Straße.
  • Bau der Nordvariante einer Umfahrung für den Ortsteil Schulenburg.

Bei den Ergänzungen handelt sich vorwiegend um Maßnahmen fremdbestimmter Verkehrsträger, so dass der Stadt Langenhagen nur begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung stehen, die Lärmimmissionen zu reduzieren.

Lärmaktionsplan Langenhagen

Der Lärmaktionsplan liegt im Fachdienst 5-2 Stadtplanung und Geoinformation Marktplatz 1 (Rathaus) im Raum 343 zur Einsicht bereit.

Ihre Ansprechpartnerin


Sandy Löbermann
5-2 Fachdienst Stadtplanung und Geoinformation
Stadtplanung | Neuaufstellung F-Plan
Marktplatz 1
30853 Langenhagen
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Telefon:
0511 7307-9435

Fax:
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E-Mail:

Raum:
343




Den Lärmaktionsplan sowie sämtliche Präsentationen und Protokolle der Veranstaltungen bzw. Sitzungen können Sie auch hier abrufen:

Lärmaktionsplan

Abschlussbericht zum Lärmaktionsplan Sept. 2010

Presseberichte zum Lärmaktionsplan 

Präsentationen

Was ist ein Lärmaktionsplan?

Allgemeine Grundlagen zum Lärmaktionsplan

Präsentation - 1. Lärmforum Juni 2009

Präsentation - 2. Lärmforum Oktoer 2009

Abschlusspräsentation

 

Protokolle

1. Lärmforum Juni 2009

2. Lärmforum Oktober 2009

 

Sitzungsdrucksachen

Lärmaktionsplan_2010/272

Lärmaktionsplan_2010/272-001

Lärmaktionsplan_2010/272-002 

 

 

 

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