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Titelbild Mimuse-Programm 2017/2018

Die MIMUSE hat wieder
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 Radwegeführer Langenhagen

 

Langenhagen mit dem Rad - eine erlebnisreiche Tour durch die Stadt und Landschaft

                                                 

 

 

Skulpturen im Stadtpark

Hans-Tewes Schadwinkel - Stück über Gewalt

Nur wenige Meter hinter der Niederrader Allee befindet sich im Gebüsch versteckt eine Steinskulptur von Hans-Tewes Schadwinkel. Es geht um den Kampf von Glück über Gewalt. Das fragmentarisch angelegte Relief zeigt drei Soldaten im Krieg; rücksichtslos steigt einer über einen Verwundeten, um eine Handgranate zu werfen und damit weiteres Unheil zu bewirken.
Der Künstler blickt zurück auf Erlebnisse seiner Kindheit im II. Weltkrieg. Tod und Gewalt gehörten zum Kriegsverlauf ebenso wie zur Flucht in den Jahren 1945 bis 1947 von Westpommern nach Niedersachsen. Die als Hintergrundfolie der Skulptur dienende Destruktivität dieser Zeit beschrieb er recht anschaulich: „Im Zeitalter der Menschenrechte dringen Erniedrigung und
Entwürdigung, Folter und Tod in unser Bewusstsein. Bei allem vom einzelnen Menschen erfahrenen Unrecht und Leid ist es immer gleich auch das vieler. Abgeschlachtet wie Vieh, ausgerottet und vertilgt wie Insekten. Dabei verschwinden einzelnen Gesichter. Haften bleibt der geschundene Körper.“ (Schadwinkel, 19XX)

Die Skulptur entstand beim I. Langenhagener Bildhauersymposium „Augenblicke“ im Jahr 1986 mit den eingeladenen Teilnehmern Ulla Nentwig, Markus Jung, Matthias Kadolph, Jürgen Scholz und Hans-Tewes Schadwinkel.

Hans-Tewes Schadwinkel wurde 1937 in Neu Klücken (Neumark) geboren. 1945 Flucht nach Niedersachsen. Studium der Bildhauerei an der Werkkunstschule Hannover und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Rudolf Hoflehner. Hans-Tewes Schadwinkel lebt auf einem Bauernhof in Mehrum.


Stück über Gewalt
Stadtpark in 30853 Langenhagen (Georeferenz)
200 x 30 x 150, Sandstein

Hans-Tewes Schadwinkel, Friedhofsweg 3, 31249 Hohenhameln-Mehrum, Telefon 05128-1241 h.schadwinkel@htp-tel.de

Autor: Dr. Ronald Kunze