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Titelbild Mimuse-Programm 2017/2018

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 Radwegeführer Langenhagen

 

Langenhagen mit dem Rad - eine erlebnisreiche Tour durch die Stadt und Landschaft

                                                 

 

 

Skulpturen im Stadtpark

Alke Reeh: Unterwelt (1988)

Auf einer versteckten Lichtung westlich des Fuß- und Radweges zwischen dem Stadtpark und den Rieselfeldern befindet sich der Eingang zur „Unterwelt“. Sogar auf dem Luftbild sind die Betontreppe und die auf der Fläche dahinter plazierten Betonfertigteile deutlich als Objekte erkennbar. „Schon von Weitem sieht man unvermittelt ein Geländer, beim Näherkommen stellt es sich als in die Tiefe führende Treppenanlage heraus“, beschreibt Alke Reeh ihr Konzept.

Schreitet man die leichte Anhöhe vom begleitenden Weg zum Treppengeländer hinauf, glaubt man einen durch vier Belüftungsschächte gebildeten etwa 100 Quadratmeter großen unterirdischen Raum zu erkennen, den man durch die hinabführende Treppe erreichen möchte. In unmittelbarer Nähe der beiden zum Entwässerungssystem gehörenden Teiche vermutet man eine größere Pumpstation, vergleichbar der rund 200 m südlich befindlichen Anlage. Man hört hier aber kein leises Summen der Maschinen; die „Unterwelt“ bleibt stumm.

Die inzwischen leicht verwitterte und damit schon fast gruselige Treppenanlage endet vor einer blanken Betonwand und bietet keinerlei Möglichkeit des Zutritts. Wie kann man den vermeintlichen Raum betreten?
Erst bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass die 80 x 80 cm großen und 45 cm hohen Betonteile trotz der eingelassenen Gitter (58 x 16 cm) keinerlei faktische Verbindung untereinander und damit auch keinen Zweck haben. Sie sollen durch ihre systematische Anordnung auf dem Hügel nur einen darunter befindlichen und tendenziell lebenswichtigen Raum suggerieren. Die Treppenanlage bildet die Einstiegsmöglichkeit, die es aber gar nicht gibt.

Alke Reeh wurde 1960 in München geboren, studierte von 1981 bis 1984 Metallgestaltung an der FH Hildesheim und von 1984 bis 1990 freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Im Jahre 1989 war sie an der Kunstakademie Meisterschülerin bei Prof. Klaus Rinke. Im Jahr 1988 nahm Alke Reeh am III. Bildhauersymposium in Langenhagen teil. Die ein Jahr später im Stadtpark Langenhagen als ihr erstes Werk realisierte „Unterwelt“ und ist nach der Rezeption des Gesamtwerks auch ihre wichtigste Installation im öffentlichen Raum; die ebenfalls 1989 erfolgte Ausstellung im Kunstverein Langenhagen war ihre erste Beteiligung in einer solch überregional wirkenden Institution.

Unterwelt, 1988
Stadtpark, 30853 Langenhagen

  • Beton, Stahl, Erdaufschüttung ca. 50 bis 70 cm
  • Treppenanlage, Tiefe 2.30 m, Breite 1.0 m, 12 Stufen (18/27 h x t)
  • Geländer 3,8 x 1,15 m, Profilstahl 4 x 4 cm
  • 4 Betonteile 80 x 80 x 45 cm, Metallgitter 58 x 16 cm (b x h)
  • Alke Reeh (*1960), Düsseldorf

Autor: Dr. Ronald Kunze

 

 

 

 

 
 

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