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Stadtplanung & Bürgerbeteiligung

Lärmaktionsplan in Langenhagen

Die Lärmaktionsplanung ist zusammen mit der Lärmkartierung ein kontinuierlicher Prozess, der von der Europäischen Union (EU) mit einer fünfjährigen Fortschreibungsfrist verbindlich für die Gemeinden verankert wurde.

Die Stadt Langenhagen kommt dieser Verpflichtung durch die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes (LAP) der 3. Stufe nach. Dieser stellt eine Fortschreibung des Lärmaktionsplanes der 1. Stufe aus dem Jahr 2010 auf Grundlage aktualisierter Lärmkarten dar. Aufgrund der umfassenden Bearbeitung der Lärmaktionsplanung in der 1. Stufe erfolgte für die 2. Stufe keine Fortschreibung. Die Lärmkartierung für das vorgeschriebene Untersuchungsnetz bestehend aus Autobahnen, Bundesstraßen und Landestraßen mit einer Verkehrsbelastung von mehr als 8.000 Kfz/24 h („EU-Netz“) liegt seit April 2018 vor.

Der vorliegende Endbericht zur Lärmaktionsplanung, 3. Stufe gibt einen Überblick über den Stand der Maßnahmenplanung und -realisierung und dient der Öffentlichkeitsbeteiligung. Anregungen und Bedenken aus der Offenlage wurden im Rahmen der Abwägung geprüft und gegebenenfalls in den Lärmaktionsplan übernommen. Der Rat der Stadt Langenhagen hat den Endbericht am 24. Juni 2019 beschlossen. 

Abschlussbericht Lärmaktionsplan 2019

Warum ein Lärmaktionsplan?

Am 25. Juni 2002 wurde die europäische Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm erlassen, deren Inhalte in das deutsche Bundes-Immissionsschutzgesetz übernommen wurden. In der Folge ist heute in vielen Gemeinden das Aufstellen eines Aktionsplanes zur Lärmminderung eine gesetzliche Pflichtaufgabe. So auch für die Stadt Langenhagen. Ziel ist es, auf Basis von Lärmkarten Bereiche zu identifizieren, in denen potenziell gesundheitsgefährdende Lärmbelastungen vorhanden sind und geeignete Maßnahmen zu entwerfen, um diese Belastungen zu vermeiden oder zu verringern. Um die im Lärmaktionsplan erforderlichen Aufgaben erfüllen zu können (gesetzlich geforderte Lärmkarten erstellen, auswerten und Maßnahmen ableiten), hat die Stadt Langenhagen das Büro PGT Hannover für die Fortschreibung beauftragt.

Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen der Lärmminderungsplanung sind im § 47a-f Bundes-Immissions-Schutz-Gesetz (BImSchG) geregelt.

Die Zuständigkeit für die Lärmkartierung von Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen liegt in Niedersachsen beim Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU). Die Durchführung erfolgt durch die Zentrale Unterstützungsstelle Luftreinhaltung, Lärm, Gefahrstoffe und Störfallvorsorge (ZUS LLGS) des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim (GAA). In der sogenannten 3. Stufe der Lärmaktionsplanung sind hierbei alle Straßen mit einem Jahresaufkommen von mehr als 3 Mio. Kfz betroffen, was einem durchschnittlichen Aufkommen von rund 8.000 Kfz/24 h entspricht, sowie Ballungsräume mit über 100.000 Einwohnern. Die Zuständigkeit für Kreis- und Gemeindestraßen liegt bei den Kommunen. Im Anschluss an die Lärmkartierung sind nach EU-Umgebungslärm-Richtlinie durch die Gemeinde Lärmaktionspläne zu erstellen, die Maßnahmen zur Minderung der Lärmbelastung enthalten.

  • Die Zuständigkeit für die Lärmkartierung des Schienenverkehrs liegt beim Eisenbahnbundesamt. Die Ergebnisse wurden nachrichtlich in den Bericht eingearbeitet.
  • Die Zuständigkeit für die Lärmkartierung des Flugverkehrs liegt beim Land (MU). Die Ergebnisse der Lärmkartierung des Flugverkehrs wurden ebenso dokumentiert.

Maßnahmen zur Lärmreduzierung

In den vorliegenden Lärmaktionsplan fließen Maßnahmenempfehlungen der parallel durchgeführten Verkehrsentwicklungsplanung ein, die im Einzelfall im Verkehrsentwicklungsplan, der sich zur Zeit ebenfalls in der Überarbeitung befindet, vertieft betrachtet werden können.

Die aktuellen Maßnahmenvorschläge sind dem Berichtsentwurf der Fortschreibung zu entnehmen.

Vorgehen

Für den Lärmaktionsplan der 1. Stufe hatte die Stadt Langenhagen ein umfangreiches Straßennetz untersuchen lassen, welches neben den klassifizierten Straßen weitere Straßen mit vergleichbarem Verkehrsaufkommen enthält. Für die 3. Stufe kann zunächst nur das übergeordnete Hauptstraßennetz betrachtet werden, da nur hierfür die Lärmkarten vorliegen.
Ausgewertet wurde für den hier vorliegenden LAP der 3. Stufe die aktuelle Lärmkartierung des GAA aus dem Jahr 2018 für das „EU-Netz“. Es erfolgte ein Abgleich mit der bereits vorliegenden Kartierung der 1. Stufe.

Lärmkarten im Geodatenportal aufrufen

Für die Stadt Langenhagen wurden – im Rahmen der Bewertung der Lärmkarten – Belastungsstufen zur Lärmbelastung und die Dringlichkeit der örtlichen Problematik herausgearbeitet. Anschließend erfolgte eine Überprüfung der bereits durchgeführten und in Vorbereitung befindlichen lärmminderungsrelevanten Maßnahmen, die um weitere Maßnahmenvorschläge zu einem vorläufigen Entwurf des Lärmaktionsplans ergänzt wurden.

Die Zuständigkeit für Maßnahmenplanungen des Straßenverkehrs liegt bei den Kommunen. Damit wird die Behandlung des Lärms zu einer ergänzenden Aufgabe des bestehenden Städtebaurechts, welches eine Berücksichtigung der Lärmsituation lediglich bei Um- oder Neubauten vorsieht.

Teil des Lärmaktionsplans ist auch die Information und Mitwirkung der Öffentlichkeit gemäß § 47c und d BImSchG.

Lärmaktionsplan Langenhagen

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Langenhagen hat am 25.03.2019 dem Berichtsentwurf zur Fortschreibung der Lärmaktionsplanung 3. Stufe mit Ergänzungen zugestimmt. Die beschlossenen Ergänzungen sind dem Berichtsentwurf ebenfalls zu entnehmen.

Abschlussbericht Lärmaktionsplan 2019

Dieser wird in der Zeit vom 17. April bis 14. Mai 2019 öffentlich ausgelegt. Die betroffenen Behörden werden zeitgleich beteiligt und um Stellungnahme gebeten.

Ihre Ansprechpartnerin

Frau
Kerstin Widowsky
61 - Stadtplanung und Geoinformation
Bauleitplanung
Marktplatz 1
30853 Langenhagen
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0511 7307-9429

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Lärmaktionsplan 2010

Aufgrund der EU-Umgebungslärm-Richtlinie (Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm) und der darauf im Jahr 2005 folgenden Übernahme in nationales Recht durch die Paragrafen 47a-f im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) hat die Stadt Langenhagen im Jahr 2010 erstmals einen Lärmaktionsplan erarbeitet.

Der Abschlussbericht wurde am 27.02.2012 durch den Rat der Stadt Langenhagen beschlossen und kann nachfolgend aufgerufen werden.

Abschlussbericht zum Lärmaktionsplan Sept. 2010

Lärmkarten

Sogenannte Lärmkarten sind eine wichtige Grundlage für verschiedene Planungen, u. a. die Bauleitplanung. Lärmkarten helfen u. a. dabei, die Lärmeinflüsse bei der Erstellung von Bebauungsplänen zu beurteilen.
 

Lärmkarten im Geodatenportal aufrufen

 

 

 

 

 

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