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Stadtgeschichte

Grußwort des Bürgermeisters zum 50. Stadtjubiläum

Liebe Bürgerinnen  und Bürger,
liebe Leserinnen und Leser,

Friedhelm Fischerim Jahr 2009 feiert die Stadt Langenhagen ihren 50. Geburtstag, denn seit dem 01. März 1959 darf sich Langenhagen „Stadt“ nennen. Das war ein großer Tag in der Stadtgeschichte Langenhagens und daher wollen wir dieses Jubiläumsereignis auch gemeinsam feiern! Die damals größte Landgemeinde Niedersachsens, die sich aus der 1312 erstmalig urkundlich erwähnten Hagenhufensiedlung Nova indago (Neuer Hagen) nach 1945 rasant entwickelt hatte, wurde zur Stadt erhoben. Damit waren zwar keine besonderen Rechte verliehen worden, sondern „nur“ ein Titel; Doch diese besondere Verleihung stellte den krönenden Abschluss mühevoller und erfolgreicher Wiederaufbauarbeiten nach dem II. Weltkrieg dar und ließ so die Erfolge nach außen sichtbar werden.

Die Urkundenverleihung fand am Montag, den 2. März, im damaligen Langenhagener Rathaus, dem heutigen Haus der Jugend, statt, weil der 1. März ein Sonntag war – wie ja auch in diesem Jubiläumsjahr. An diesem besonderen Tag hatten die Langenhagener Kinder sogar schulfrei bekommen. Schließlich war ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, denn der damalige niedersächsische Innenminister Hinrich Wilhelm Kopf hatte der Gemeinde die Stadtrechte verliehen, indem er dem damaligen Bürgermeister August Wagener mit dem Wunsch „Glück auf“ die Stadturkunde überreichte.

Heute, 50 Jahre später, hat sich Langenhagen inzwischen stark verändert, denn es hat sich seit dem Kriegsende und speziell nach der Stadtwerdung hier in unserer Stadt viel getan. Schließlich wurde Langenhagen durch den Krieg ja zu rund 65% zerstört und daher ist leider nur wenig von der historischen Bausubstanz, zu der prachtvolle Niedersächsische Hallenhäuser gehörten, erhalten geblieben. Darum hat sich das Bild unserer Stadt seitdem im Rahmen einer modernen Stadtentwicklung sehr stark gewandelt – speziell in den letzten 50 Jahren. Auf das Ergebnis dieser Entwicklung, die immer noch nicht abgeschlossen ist, können wir alle gemeinsam stolz sein.

In dieses Jubiläumsjahr fällt aber auch ein anderes für die Stadtgeschichte wichtiges Jubiläum. Vor 35 Jahren wurden Langenhagen und die umliegenden fünf Gemeinden Engelbostel, Godshorn, Kaltenweide, Krähenwinkel und Schulenburg zur neuen Stadt Langenhagen zusammengeschlossen. Heute lässt sich feststellen, dass dieser Zusammenschluss richtig war und allen genutzt hat. Schließlich waren und sind nur alle gemeinsam stark genug, die Entwicklung unserer Stadt voranzubringen und daher gibt es schon seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten ein gutes Miteinander der früher selbstständigen Gemeinden, die sich dennoch nicht zuletzt durch ihre Ortsräte ein wichtiges Stück Selbstständigkeit bewahrt haben.

In unserer nunmehr fast 52.000 Einwohner zählenden Stadt wohnen Menschen vieler Nationen und unterschiedlicher Herkunft, deren Zusammenleben bemerkenswert tolerant und solidarisch ist. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, ob jung oder alt, sind bereit, sich in erheblichem Ausmaß ehrenamtlich zu engagieren. Wir haben ein reges kulturelles und sportliches Leben und vor allem zahlreiche kommunale und soziale Einrichtungen, die sich sehen lassen können. Das macht unsere Stadt unter anderem aus und tut ihr gut – und so dürfen wir uns zu Recht als modern, sozial und weltoffen bezeichnen und nach außen präsentieren.

Damit auch Sie, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, an diesem besonderen Jubiläumsgeburtstag teilhaben können, haben Verwaltung und Politik entschieden, für das Jubiläumsjahr mehrere Veranstaltungen und Aktionen für unsere Bürgerschaft zu organisieren. Schließlich besteht eine Stadt ja aus den Menschen, die dort wohnen. Von daher ist eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an solch einem Jubiläum richtig und wichtig!

Eine dieser Veranstaltungen wird am 13. und 14. Juni 2009 ein großes Bürgerfest sein, das im Bereich der neuen Eishalle an der Brüsseler Straße stattfindet. Dabei haben wir darauf Wert gelegt, ein Fest zu planen, das sich mit Recht „Bürger- bzw. Familienfest“ nennen darf. Alle Langenhagener Bürgerinnen und Bürger, Freunde und Verwandte, Kinder und Senioren sind herzlich eingeladen, an dem zweitägigen Fest teilzunehmen. Ein Höhepunkt wird neben vielen Aktionen und Angeboten am Sonntag ein ökumenischer Freiluftgottesdienst mit den Langenhagener Kirchengemeinden sein, nachdem der 1. Langenhagener ökumenische Stadtkirchentag im vergangenen Jahr so erfolgreich war. Aber auch weitere Veranstaltungen reihen sich im Laufe des Jahres ein, über die wir dann auch immer aktuell informieren werden.

Ich wünsche Ihnen allen bereits jetzt viel Freude beim Besuch der unterschiedlichen Veranstaltungen im Rahmen unseres Stadtgeburtstages.  Wir können schließlich stolz auf unsere Stadt sein und daher hoffe ich gemeinsam mit allen Beteiligten auf eine rege Beteiligung der Bevölkerung.

Langenhagen im März 2009
 
Ihr
Friedhelm Fischer
Bürgermeister