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Vier Sammelstellen für Plastikdeckel gegen Polio 28.09.2016


Im Rathaus-Foyer steht eine Säule, in der Plastikdeckel für die Projekt Deckel gegen Polio abgegeben werden können.

„Sammelt mit!“ Der Präsident des Rotary Club Langenhagen-Wedemark Dr. Christian Rimpler und Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer riefen am Dienstag, 27. September, dazu auf, Plastikverschlüsse für das Projekt „Deckel gegen Polio“ an den dafür eingerichteten Sammelstellen abzugeben. Im Rathaus Langenhagen, beim MTV Engelbostel-Schulenburg, in der Grundschule Engelbostel sowie beim Umweltdruckhaus in der Klusriede stehen ab sofort gekennzeichnete Behälter bereit, in welche die Schraubverschlüsse aus hochwertigem und gut recyclebaren Materialien eingeworfen werden können. Knapp 250 Euro hat die Stadt Langenhagen bisher investiert, um die Aktion „500 Deckel für ein Leben ohne Polio“ mithilfe von Sammelbehältern, Plakaten und Aufklebern anzustoßen.

„Der Großteil der Plastikdeckel etwa von Tetra-Packs, Shampoo-Flaschen oder Zahnpasta-Tuben verschwindet im Restmüll beziehungsweise gelben Sack oder wird mit der Mehrweg-Flasche abgegeben“, berichtet Heuer die gängige Vorgehensweise. Gezielt wiederverwertet werden aber einzig jene Schraubverschlüsse, die im Pfandsystem erfasst anfallen.

Stefanie Haller, Schulleiterin der Grundschule Engelbostel, Hartmut Dietzsch und Regina Reimers-Schlichte vom MTV Engelbostel-Schulenburg, Bürgermeister Mirko Heuer, Rotarier-Präsident Dr. Christian Rimpler und Janina Johannesmeier vom Umweltdruckhaus (v. l.) sammeln mit, damit viele Deckel für ein Leben ohne Polio zusammenkommen.

Die vor drei Jahren ins Leben gerufene Kampagne „Aktion Deckel drauf“ unterstützt die weltweiten Bemühungen von Rotary und der „Melinda und Bill Gates Stiftung“ zur Ausrottung der Kinderlähmung. Diese hat durch flächendeckendes Impfen in den wichtigen Ländern die jährliche Anzahl von Neuerkrankungen von über 30.000 auf nunmehr wenige 100 reduziert. „Für Polyethylen mit hoher Dichte und Polypropylen zahlen Recyclingbetriebe einen guten Preis. Sie zahlen für etwa 500 Deckel so viel, dass davon eine Schluckimpfung finanziert werden kann“, erläutert Rimpler das Verfahren von „Deckel gegen Polio“.

Die Viruserkrankung kann zu Lähmungen, Verkrüppelung und Tod durch Atemlähmung führen. In vielen Ländern der Welt ist die Krankheit, welche meist Kinder unter fünf Jahren befällt, nahezu ausgestorben – außer in Nigeria, Pakistan und Afghanistan. Dort reichen die Mittel nicht aus, um die Kindern mithilfe einer Schluckimpfung lebenslang vor der Viruserkrankung zu schützen.

„Als wir von der Kampagne gehört haben, war uns klar, das unterstützen wir“, berichten unisono Regina Reimers-Schlichte und Hartmut Dietzsch vom MTV Engelbostel-Schulenburg, die Leiterin der Grundschule Engelbostel Stefanie Haller sowie Janina Johannesmeier vom Umweltdruckhaus. Gemeinsam mit ihren (Vereins-) Kolleginnen und Kollegen haben sie es ermöglicht, dass es bereits zum Start auch abseits des Rathauses weitere Sammelstellen für „„500 Deckel für ein Leben ohne Polio“ gibt.

Weitere Informationen zu dem Projekt "Deckel gegen Polio" finden sie auf der Seite von Deckel drauf e.V.