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Pilzbefall von zwei historischen Bäumen im Stadtpark 10.10.2017


Pressemeldungen - 2017

Pilzbefall von zwei historischen Bäumen im Stadtpark

Jüngste Kontrolle ergab: Standfestigkeit der dreistämmigen Buche ist weiterhin gegeben

Eine Eiche und eine dreistämmige Buche vor dem VHS-Gebäude im Stadtpark sind von holzzersetzenden Pilzen befallen.

Die große und beeindruckende dreistämmige Buche vor der VHS im Stadtpark, welche von einem holzzersetzenden Pilz befallen ist, ist standsicher. Das ist das Ergebnis eines Zugversuches (Inclinomethode), welchen die Stadtverwaltung im Juni hatte durchführen lassen. Die ausführlichen Ergebnisse der Kontrolle liegen nun vor:

An der dreistämmigen Buche hat der Pilz Riesenporling bereits große Fruchtkörper ausgebildet.

Der Zugversuch an der Buche ergab im Detail, dass die Vitalität eines Stämmlings aufgrund der beeinträchtigten Funktion der Wurzeln merklich abnimmt. Sein Laubdach ist schütter und er bildet immer mehr Totholz aus. Stirbt einer der Stämmlinge vollständig ab, müssen alle drei Stämmlinge gefällt werden, da dann die Standsicherheit des gesamten Dreierverbundes nicht mehr gegeben ist.
Bereits vor vier Jahren hatte die Stadtverwaltung mithilfe eines Zugversuches die Standfestigkeit der Stämme kontrollieren lassen, weil das über 100-jährige, historische Gehölz von dem sogenannten Riesenporling befallen ist. Dieser holzzersetzende Pilz bildet große Fruchtkörper an den Baumwurzeln aus, schädigt diese und lässt sie allmählich absterben.

Am Stammfuß der Eiche haben sich mehrere eigemorschte Höhlungen herausgebildet.

Die benachbarte Eiche ist ebenfalls stark geschädigt. Sie hat mehrere eingemorschte Höhlungen am Stammfuß. Dort sind die Pilzfruchtkörper eines anderen holzzersetzenden Pilzes, des Lackporlings, zu finden. Nur durch die besonders intensiven Kontrollen und Baumpflegemaßnahmen in den vergangenen Jahren konnte die Verwaltung diesen, den Stadtpark prägenden Baum noch so lange erhalten.

Auch an diesem Baum wird demnächst ein Zugversuch durchgeführt, um die Standsicherheit zu prüfen.

Sollten trotz aller Pflegemaßnahmen die Bäume irgendwann nicht mehr zu erhalten sein, erfolgt die Nachpflanzung nach historischen Plänen.

Bei einem Zugversuch wird durch eine Zugeinrichtung eine bestimmte Kraft, die aus der Beschaffenheit des Baumes (Höhe, Dichte, Durchlässigkeit der Krone, Form und Größe der Krone) sowie der Standorteinflüsse (zu erwartende Windgeschwindigkeiten, Niederschlag) berechnet wird, in den Baum eingeleitet. Die Dehnung beziehungsweise Stauchung der Holzfasern sowie der Neigungswinkel am Stamm werden mit speziellen Geräten gemessen und geben Auskunft über die Stand- und Bruchsicherheit des Gehölzes.

 

 

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