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Schilder weisen auf das neue Naturwald-Areal im Stadtpark hin 06.03.2018


Freizeit- & Grünanlagen

Schilder weisen auf das neue Naturwald-Areal im Stadtpark hin

Ökologisch hochwertiger Lebensraum soll weiter gefördert werden.

Bereits an den Eingängen sollen Besucher des Stadtpark künftig erkennen können: Hier beginnt ein Naturwald. Dieser kann sich entwickeln, weil auf der etwa 2 ha großen Fläche keine intensive Baumpflege mehr betrieben wird. Es werden weder abgestorbene Bäume noch morsche Äste entfernt, sondern sie bleiben als Lebensraum für seltene Tierarten erhalten.

Schild-Naturwald

Das Wäldchen nördlich der Niederrader Allee ist ein Eldorado für Vögel, Fledermäuse und diverse Insekten. Kommt man im Frühjahr in die Nähe des Wäldchens, wird man sofort von einem lauten Konzert von verschiedensten Vogelstimmen sowie dem Klopfen zahlreicher Spechte begrüßt. Grund dafür sind die vielen alten Bäume, die dort stehen. Vor allem das Totholz in Form von vollständig abgestorbenen Gehölzen oder abgestorbenen Ästen dient den Tieren als Wohnort und Nahrungsquelle. Auch die zahlreichen von der Naturkundlichen Vereinigung und dem Naturschutzbund angebrachten Nisthilfen und Quartiere werden von den Tieren besiedelt. So sind dort etwa die drei Specht-Arten, Buntspecht, Grünspecht und Schwarzspecht, zu beobachten. Der Waldkauz jagt regelmäßig in dem Bereich. Von den Fledermäusen ist der Abendsegler am häufigsten vertreten. Das Braune Langohr konnte in den Fledermauskästen nachgewiesen werden.

Um diese bemerkenswerte und einzigartige Artenvielfalt zu erhalten, werden die Bäume im Wäldchen nicht mehr von Totholz befreit und absterbende Gehölze werden gezielt stehen gelassen. Es entsteht ein „Naturwald“. Besonders aufrecht stehendes Totholz, das von der Sonne beschienen wird, hat eine überaus große Bedeutung für die Tierwelt. Ebenso ist der Waldboden ein wichtiger Lebensraum für Frühlingsblüher wie das heimische Buschwindröschen und der Lerchensporn, die die lichte Krautschicht unter den alten Bäumen zum Über-leben brauchen. Sie verwandeln den Waldboden nach den trüben Wintermonaten in ein weißes und lila Blütenmeer.

Da im Naturwald keine Pflege und kein Rückschnitt erfolgt, weisen die Schilder an den drei Eingängen, nicht nur auf den naturbelassenen Lebensraum hin sondern auch auf die erhöhte Unfallgefahr von herabfallenden Ästen oder auf ggf. umstürzende Bäume. Sie zeigen: Das Betreten des Gebietes geschieht auf eigene Gefahr!

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